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Professionelle Umsetzung von Webseiten entscheidend

Das Internet ist für deutsche Unternehmen mittlerweile so selbstverständlich wie das Telefon. Doch längst nicht alle Betriebe nutzen das World Wide Web auch für Marketingzwecke. Vor allem kleine Unternehmen haben auf diesem Gebiet noch Defizite. Nach einer Untersuchung des Bundeswirtschaftsministeriums haben nur 45 Prozent der Unternehmen mit weniger als neun Mitarbeitern eine eigene Internetpräsenz, bei den großen sind es fast doppelt so viele. "Der Grund liegt eher weniger in einer bewussten strategischen Entscheidung als im fehlenden Know-How", stellen die Autoren der Studie fest.

Guido Zakrzewski vom Beratungs- und Informationszentrum Elektronischer Geschäftsverkehr (BIEG) Hessen gibt im Auftrag der Industrie- und Handelskammern in der Rhein-Main-Region Tipps für den richtigen Auftritt im Netz. Er stellt fest: "Viele benutzen das Internet nur als elektronische Visitenkarte und nicht als Vertriebskanal". Dabei ist das Medium Internet rund um die Uhr zugänglich.
Nicht jede Homepage erfüllt ihren Zweck, neue Kunden zu gewinnen. Das könne schnell nach hinten losgehen und zur "Anti-Werbung" werden, meint Zakrzewski.

Das BIEG rät Unternehmen, ihre Webpräsenz von professionellen Dienstleistern entwickeln zu lassen. Die anfallenden Kosten in Höhe von 1500 bis 4000 Euro machten sich schnell bezahlt. "Nichts ist schlimmer als eine amateurhaft gestaltete Homepage", so das BIEG. Zu den schlimmsten Fehlern zählen inhaltsleere Seiten, auf denen keinerlei Angaben über die Produkte, Dienstleistungen oder Preise zu finden seien. Der Web-Auftritt einiger Sparkassen stellt hier ein Negativ-Beispiel dar. Öffnungszeiten von Filialen sind kaum auffindbar, stattdessen wird eine Wetterauskunft auf der Startseite angeboten.

"Der Besucher einer Website erwartet nützliche Informationen und kein Vorwort des Vorstandes", betont Zakrzewski. Eine klare Gliederung der Startseite und ein schneller Zugriff auf gesuchte Informationen seien ein Muss. Abschreckend auf Besucher wirken dagegen lange Fließtexte, zu viele Bilder und grafische Elemente, eine zu kleine Schrift und lange Ladezeiten. Besucher sollten einen klaren Mehrwert von dem Besuch der Homepage haben - also etwa eine interaktive Kundenberatung, eine Hotline oder ein besonders schneller Lieferservice. "Der Kunde, aber auch der Konkurrent sind nur einen Klick weit entfernt", so Zakrzewski.